Warum der Standort die Rechnung verändert
Norddeutschland hat weniger Globalstrahlung als der Süden — das ist bekannt und in jeder Ertragsprognose enthalten. Entscheidender für bauwerkintegrierte Photovoltaik ist etwas anderes: Bei flachem Sonnenstand verschiebt sich das Verhältnis zwischen Dach- und Fassadenertrag. Eine senkrechte Südfassade liefert hier über das Jahr einen spürbar größeren Anteil des Dachertrags als in Bayern, und sie liefert ihn dann, wenn er gebraucht wird: im Winterhalbjahr und in den Morgen- und Abendstunden.
Dazu kommt ein Temperaturvorteil. Module arbeiten bei Kühle besser, und an einer hinterlüfteten Nordseefassade herrscht selten Hitzestau. Wer BIPV im Norden allein nach der Jahressumme beurteilt, übersieht beides.
Was die Küste zusätzlich verlangt
- Windlasten: In den Küstenzonen gelten höhere Lastannahmen — das betrifft Unterkonstruktion, Befestigung und die Nachweise des Herstellers
- Salzhaltige Luft: Korrosionsschutz von Unterkonstruktion, Klemmen und Steckverbindern ist hier kein Nebenaspekt
- Schlagregen: Die Dichtebene hinter der Photovoltaikfläche wird stärker beansprucht als im Binnenland
- Dichte Bebauung in Hamburg und den Mittelstädten: Verschattung durch Nachbargebäude ist die Regel, nicht die Ausnahme
Wo wir arbeiten
Unser Arbeitsgebiet ist Hamburg, Schleswig-Holstein und das nördliche Niedersachsen bis etwa zur Linie Bremen–Lüneburg. Dort sind wir in der Regel binnen eines halben Tages vor Ort — bei Ortsterminen in der Bauphase ist das der Unterschied zwischen einem Hinweis und einem Mangel.
Für Vorhaben außerhalb dieses Gebiets sprechen Sie uns an. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob die Anfahrt in einem sinnvollen Verhältnis zum Auftrag steht.